Suchtprävention


"Ausdruck von Überforderung"


Sucht wird allgemeinhin mit Alkohol, Nikotin oder psychoaktiven Substanzen, wie z.B. Heroin, Kokain, Cannabis, Crystal Meth oder Tabletten verbunden. Mittlerweile treten jedoch viele neue Formen der Sucht, z.B. in Bezug auf Computerspiele, Internet, Glücksspiel oder auch Konsum vermehrt auf. Das Streben nach Belohnung oder Bestätigung von außen in Verbindung mit Gewohnheitsmustern wird vielfältiger.



Suchtprävention


Als Suchtprävention bezeichnet man zum einen Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Reduzierung des Konsums und zum anderen präventive Maßnahmen, die Gesundheitsschäden durch den Konsum legaler und illegaler Drogen   reduzieren. 


Fakten rund um Sucht

ca.  325.000 ambulante Betreuungen 
knapp 32.000  stationäre Behandlungen  
15,4% aller computerspielenden Jugendlichen zeigt riskantes oder problematisches Spielverhalten 
Alkoholsucht in stationären Einrichtungen mit 64,3% auf Platz 1 
Hauptproblemfelder neben der Psyche sind 'Finanzen', 'Familie' und Herausforderungen der Tagesstruktur 


Ursachen von Sucht



Selten spielt nur eine Ursache eine Rolle. Meist ist es eine Kombination aus verschiedenen Umständen, die Sucht entstehen lässt oder aufrecht erhält.  



- Körperliche Gewöhnung


- Belohnungseffekt & Konditionierung


- Erbliche Vorbelastung


- Persönliche Umgebungsfaktoren


- Soziale Faktoren



Je nach Drogenart tritt nach gewisser Zeit ein Gewöhungseffekt ein. Der Körper gewöhnt sich an den Drogenkonsum und reagiert mit beschleunigtem Abbau dessen und einer Veränderung des Nervensystems. Demzufolge nimmt die Wahrnehmung der Wirkung ab und der Konsum häufig zu. 


Man könnte den Eindruck gewinnen, dass Sucht immer dann einen guten Nährboden findet, wenn großer Druck vorhanden ist, dem man entrinnen möchte. Häufig steht auch der Wunsch dahinter, sich zu belohnen, sich also etwas Gutes zu tun, Vorbildern nachzueifern oder einfach nur der Realität zu entfliehen.


Und das tückische an Sucht ist die fast unmerklich schleichende Abhängigkeit. Vor allem bei legalen Drogen, wie z.B. Alkohol. Wieviele Menschen trinken jeden Tag Alkohol? Durch Corona oder steigenden Druck am Arbeitsplatz vielleicht jede Woche ein bisschen mehr? 


2017 betrug der Pro-Kopf-Konsum an alkoholischen Getränken 131,1 Liter. Das entspricht 10,5 Liter reinem Alkohol. 


Junge Menschen, die unbewusst verstärkt auf der Suche nach ihrer Identität, Werten oder gangbaren Wegen sind, sind häufig anfällig für Suchterkrankungen. 


DIE GESUNDHEITSEXPERTEN

Für SUCHTPRÄVENTION



Christian Haas


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