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Unser Ass im Ärmel

Schon gewusst? Dankbarkeit hat Einfluß auf unser Immunsystem.  Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine dankbare Haltung die Heilung von Krankheiten begünstigt. Es hat demnach Vorteile, sich in Dankbarkeit zu üben. 

 

Dankbarkeit ist eine Wertschätzung für das, was ein Individuum erhält, ob materiell oder immateriell. Mit Dankbarkeit erkennen Menschen die Güte in ihrem Leben an. Dabei erkennen sie normalerweise, dass die Quelle dieser Güte zumindest teilweise außerhalb von ihnen selbst liegt. Dankbarkeit hilft Menschen  dabei, sich mit etwas zu verbinden, das größer ist als sie selbst – sei es mit einer Gemeinschaft, der Natur oder einer höheren Macht.

 

Was die Wissenschaft dazu sagt

In einer Studie wurden die teilnehmenden Probanden in drei unterschiedliche Gruppen unterteilt:

Eine Gruppe sollte mehrere Wochen in einem Tagebuch notieren, was alles den Tag über schief gelaufen ist. Die zweite Gruppe notierte, für was sie dankbar war und die dritte Gruppe notierte wesentliche Vorkommnisse des Tages völlig bewertungsfrei. Also neutral.

Die zweite Gruppe verfügte messbar nach 10 Wochen über mehr Optimismus. Außerdem fühlte sie sich vitaler und diffuse Schmerzen, wie z.B. Rücken- oder Kopfschmerzen, reduzierten sich. Im Ergebnis lässt sich zusammenfassend sagen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Gefühl der Dankbarkeit und dem individuellen Wohlbefinden gibt. Hinzu kommt außerdem, dass das Empfinden von Angst, Wut, Ärger oder Enttäuschung neben einem Gefühl von Dankbarkeit unmöglich existent bleiben kann. Es ist unmöglich gleichzeitig Angst haben und dankbar zu sein. 

In weiteren Studien wurde herausgefunden, dass Paare glücklicher sind, die sich regelmäßig Zeit dafür nehmen. Und sich beispielsweise beieinander bedanken und Wertschätzung ausdrücken. Gleichzeitig trauen sich diese Paare aber auch eher, dem anderen gegenüber Kritik zu äußern oder die eigene Meinung zu vertreten.

Ein ähnliches Verhalten kann man im beruflichen Kontext in Teams beobachten. Verhalten sich Vorgesetzte ihren Mitarbeitern*innen gegenüber wertschätzend, sind diese nicht nur motivierter, sondern auch in anspruchsvollen Zeiten bereit, härter zu arbeiten.

Wenn Dich das Thema ‘Wertschätzung’ interessiert, lies gerne weiter  hier in meinen Artikel ‘Wie Wertschätzung gelingt’.

 

Dankbarkeitsjournal

Das Dankbarkeitsjournal, d.h. das bewusste Aufschreiben, positiver Erfahrungen oder Erlebnisse während des Tages, bewirkt auf medizinischer Ebene nachweislich noch mehr:  bei Patienten mit Depressionen konnten in Studien leichte bis mittelstarke Antidepressiva abgesetzt werden, da sich durch ihre tägliche Praxis der Dankbarkeitsübung ihre Stimmung nachweislich aufhellte. 

Dankbarkeit eröffnet uns demnach die Möglichkeit, vermeintlich Selbstverständlichem in unserem Leben, Wertschätzung angedeihen zu lassen, anstatt immer nach Neuem zu streben. 

 

Um sich darin zu üben, empfiehlt sich das regelmäßige Schreiben eines Dankbarkeitstagebuchs. Aber auch einige hilfreiche Meditationen schulen wirkungsvoll Dankbarkeitsgefühle.

Quellen und weiterführende Links:

https://www.health.harvard.edu/healthbeat/giving-thanks-can-make-you-happier

https://www.apa.org/pubs/journals/releases/scp-0000050.pdf

 

 

 

 

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Wunderwaffe Dankbarkeit

Unser Ass im Ärmel

Schon gewusst? Dankbarkeit hat Einfluß auf unser Immunsystem.  Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine dankbare Haltung die Heilung von Krankheiten begünstigt. Es hat demnach Vorteile, sich in Dankbarkeit zu üben.

Dankbarkeit ist eine Wertschätzung für das, was ein Individuum erhält, ob materiell oder immateriell. Mit Dankbarkeit erkennen Menschen die Güte in ihrem Leben an. Dabei erkennen sie normalerweise, dass die Quelle dieser Güte zumindest teilweise außerhalb von ihnen selbst liegt. Dankbarkeit hilft Menschen  dabei, sich mit etwas zu verbinden, das größer ist als sie selbst – sei es mit einer Gemeinschaft, der Natur oder einer höheren Macht.

Was die Wissenschaft dazu sagt

In einer Studie wurden die teilnehmenden Probanden in drei unterschiedliche Gruppen unterteilt:

Eine Gruppe sollte mehrere Wochen in einem Tagebuch notieren, was alles den Tag über schief gelaufen ist. Die zweite Gruppe notierte, für was sie dankbar war und die dritte Gruppe notierte wesentliche Vorkommnisse des Tages völlig bewertungsfrei. Also neutral.

Die zweite Gruppe verfügte messbar nach 10 Wochen über mehr Optimismus. Außerdem fühlte sie sich vitaler und diffuse Schmerzen, wie z.B. Rücken- oder Kopfschmerzen, reduzierten sich. Im Ergebnis lässt sich zusammenfassend sagen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Gefühl der Dankbarkeit und dem individuellen Wohlbefinden gibt. Hinzu kommt außerdem, dass das Empfinden von Angst, Wut, Ärger oder Enttäuschung neben einem Gefühl von Dankbarkeit unmöglich existent bleiben kann. Es ist unmöglich gleichzeitig Angst haben und dankbar zu sein.

In weiteren Studien wurde herausgefunden, dass Paare glücklicher sind, die sich regelmäßig Zeit dafür nehmen. Und sich beispielsweise beieinander bedanken und Wertschätzung ausdrücken. Gleichzeitig trauen sich diese Paare aber auch eher, dem anderen gegenüber Kritik zu äußern oder die eigene Meinung zu vertreten.

Ein ähnliches Verhalten kann man im beruflichen Kontext in Teams beobachten. Verhalten sich Vorgesetzte ihren Mitarbeitern*innen gegenüber wertschätzend, sind diese nicht nur motivierter, sondern auch in anspruchsvollen Zeiten bereit, härter zu arbeiten.

Wenn Dich das Thema ‘Wertschätzung’ interessiert, lies gerne weiter  hier in meinen Artikel ‘Wie Wertschätzung gelingt’.

Dankbarkeitsjournal

Das Dankbarkeitsjournal, d.h. das bewusste Aufschreiben, positiver Erfahrungen oder Erlebnisse während des Tages, bewirkt auf medizinischer Ebene nachweislich noch mehr:  bei Patienten mit Depressionen konnten in Studien leichte bis mittelstarke Antidepressiva abgesetzt werden, da sich durch ihre tägliche Praxis der Dankbarkeitsübung ihre Stimmung nachweislich aufhellte.

Dankbarkeit eröffnet uns demnach die Möglichkeit, vermeintlich Selbstverständlichem in unserem Leben, Wertschätzung angedeihen zu lassen, anstatt immer nach Neuem zu streben.

Um sich darin zu üben, empfiehlt sich das regelmäßige Schreiben eines Dankbarkeitstagebuchs. Aber auch einige hilfreiche Meditationen schulen wirkungsvoll Dankbarkeitsgefühle.

Als Unterstützung habe ich eine Vorlage für eine Dankbarkeitstagebuchseite zum Ausdrucken für Dich erstellt. Diese und einige Meditationen findest Du im Meditationsbereich unter dem Motto ‘Keine Macht der Angst.

Ich ergänze diese jede Woche und füge neue kostenlose Übungen und Meditationen hinzu.

Es würde mich freuen, wenn Dir mein Angebot in der aktuellen Zeit gut tut.

 

Quellen und weiterführende Links:

https://www.health.harvard.edu/healthbeat/giving-thanks-can-make-you-happier

https://www.apa.org/pubs/journals/releases/scp-0000050.pdf

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Keine Macht der Angst – Teil 1

 

Unsicherheiten und Ängste in Zeiten von COVID-19

Selbst die ältesten Menschen unter uns, können sich nicht daran erinnern, etwas Vergleichbares schon einmal erlebt zu haben. Wir werden Zeugen einer außergewöhnlichen Zeit mit ungewohnten, neuen Herausforderungen auf verschiedenen Ebenen, die selbstverständliche Gewohnheiten und lieb gewonnene Abläufe unseres Alltags verändern. Das Ergebnis sind oft aufkommende Unsicherheit und mitunter auch Angst. Wenn nun Gefühle wie Angst oder Unsicherheit über einen längeren Zeitraum vorherrschen und uns beunruhigen, lässt sich das mit chronischem Stress gleichsetzen, den wir empfinden. Und chronischer Stress wiederum schwächt unser Immunsystem. Ein Kreislauf, den es lohnt zu unterbrechen, vor allem in einer Zeit, in der wir auf ein starkes Immunsystem angewiesen sind. Wenn Du tiefer in die Wissenschaft einsteigen möchtest, erfährst Du hier nähere Infos zu Stressforschung.

Where the focus goes, the energy flows…

Kommen wir doch mal zu einer genaueren Betrachtung: Was genau ist eigentlich Angst?

Angst ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Und es liegt in der Natur des Menschen, dass wir Dinge oder Umstände, die unangenehm sind, ‘weg haben’ wollen. Die Angst erwischt uns jedoch immer wieder auf’s Neue. So dass es sich lohnt, sich mit ihr zu befassen, um so loslassen zu können, anstatt sie zu ignorieren und ihre Anwesenheit als normal zu empfinden.

Der erste Schritt, die Angst zu überwinden, ist sie zu akzeptieren. Es ist völlig in Ordnung Angst zu spüren und zuzulassen. Das Unterdrücken von Angst führt zu verstärkten Angstgefühlen und kann Panikattacken begünstigen. Daher ist es wichtig, die Angst bewusst wahrzunehmen. Erst dann ist es möglich, eine andere Wahrnehmung der Angst zu entwickeln und erfolgreich mit ihr umzugehen.

 

Wann sich Analytik lohnt

Obwohl ich so häufig und gerne von und über Gefühle spreche, bin ich doch in bestimmten Situationen überzeugter Fan klarer Analytik. Zumindest dann, wenn sie  dient. Meiner Erfahrung nach ist analytisches Denken immer dann von Vorteil, wenn die Gefühle durcheinander geraten, nicht gut tun oder man den Überblick verloren hat. Das heißt, man sich in einem Wirrwarr von Emotionen wiederfinde, dass einen mehr belastet, als es einem dient und die sachliche Einschätzungsfähigkeit beeinflußt oder sogar gefährdet.

Und die aktuelle Situation der sich verändernden Lebensumstände durch das Corona-Virus ist genau so eine. Wenn sich Angst und Unsicherheit breit machen, entsteht schnell Wirrwarr. Und so ist es empfehlenswert, analytisch und forschend, Gefühle wie beispielsweise ‘Angst’ zu betrachten, regelrecht auseinanderzunehmen und neu betrachten. In meinen Trainings und Vorträgen nehme ich immer den Zauberwürfel als visuelles Beispiel. Der mit Preisen ausgezeichnete Verkaufsschlager der 80er-Jahre, erfunden vom ungarischen Bauingenieur und Architekten Ernõ Rubik, eignet sich deswegen so hervorragend, weil Schritt für Schritt einzelne Farbflächen bewegt und sortiert werden. Das große Ganze entsteht erst und ausschließlich dadurch. Wir Menschen neigen dazu, oft eher im Großen zu denken und die kleinen Schritte, die nötig sind und uns dort hin führen, auszulassen. Und wenn das Große auf den ersten Wurf nicht gelingt, sind wir frustriert und verwerfen mitunter unser Vorhaben.

 

Farbflächen der Angst identifizieren

Aufgabe:

  1. Stelle Dir die Frage: wovor habe ich Angst? Und schreibe Deine Antworten auf ein Blatt Papier.
    Ist es die Angst davor, die eigene Existenz nicht mehr gesichert zu wissen? Oder nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgt zu sein? Oder ist es schlichtweg die Veränderung Deines Tagesablaufes? Oder hast Du Angst davor, am Virus zu erkranken? Oder ist es einfach nur die Ungewissheit, wie sich die Welt nach diesem Virus weiterdrehen wird? Oder wann es aufhört?
    Was genau ist DEINE Angst? Nimm dieses große diffuse Gefühl auseinander. Teile es in einzelne Bereiche auf und betrachte Dir diese. Drehe das große Ganze wie den Zauberwürfel. Je intensiver Du Dich damit befasst, um so schwächer und kleiner wird das einschüchternde Gefühl werden. Versuche alle Farbflächen des Zauberwürfels, das heißt, alle Aspekte Deiner individuellen Angst genau zu benennen. Welche spielen in welchem Lebensbereich eine Rolle bzw. beeinträchtigen diesen akut? Was genau sind die angstauslösenden Reize, die darin enthalten sind? Also, wovor genau hast Du Angst? Schreibe sie alle auf!

 

Es hilft mit dem Fokus im gegenwärtigen Moment zu bleiben. Wenn Angst übermächtig wird, ist die Konzentration auf den eigenen Atem äußerst hilfreich. Ich habe einige kostenlose Meditation als Unterstützung in dieser Zeit zusammengetragen, die hilfreich sind. Hier kommst Du zu den Meditationen ‘Keine Macht der Angst’.

Und wenn Du weiterlesen magst, klicke hier um zu Teil 2 zu gelangen: Angst auflösen und auf Augenhöhe begegnen. In diesem zweiten Teil der Artikelserie befasse ich mich mit Techniken, wie wir Ängste nachhaltig auflösen können und das subjektive Wohlbefinden wieder steigt. Wenn Du schon jetzt Interesse an unterstützenden kostenlosen Meditationen hast, dann melde Dich gerne schon heute an. Jede Woche werde ich weitere Meditationen für Dich auf dieser Seite hinzufügen.

Und solltest Du Fragen haben, sende mir gerne eine E-Mail an kontakt@gesundheit.services. Seit 2018 gebe ich Seminare, Trainings und Coachings. U.a. auch zu den Themen ‘Ängste loslassen’ oder ‘Souveräner Umgang mit Stress’. Mit einer Vielzahl meiner Klientinnen und Klienten habe ich intensiv an unterschiedlichsten Angstthemen gearbeitet. Laut ihrer Meinung ist die oben beschriebene Methode eine der wirkungsvollsten. Und ich hoffe, sie hilft Dir in diesen herausfordernden Zeiten ebenso.

 

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Keine Macht der Angst – Teil 2

Angst auflösen und auf Augenhöhe begegnen

Angst ist ursprünglich betrachtet gar keine schlechte Sache. Sie schützt uns und sie sichert mitunter unser Überleben. Leider beschränkt sie sich jedoch nicht darauf, sondern nimmt gerne mal Überhand und taucht in Situationen auf, wo sie eigentlich nichts zu suchen hat.

Bei der Entstehung von Angstgefühlen in unserem Körper spielen unterschiedliche Bereiche des Gehirns eine Rolle. Das emotionale Zentrum unseres Gehirns, die sogenannte Amygdala, im vorderen Bereich hinter der Stirn angesiedelt, scheint nach bisherigem Stand der Wissenschaft der Ursprung von Angstentstehung zu sein. Interessant ist hierbei zu wissen, dass exakt dort ebenso der Auslöseursprung für Stressreaktionen in unserem Körper ist und die Amygdala außerdem das Kernzentrum unserer Emotionen ist. Zusammenfassend lässt sich demnach sagen: Angst, Stress und Emotionen hängen immer miteinander zusammen.

Das bedeutet, Reize von außen werden in der Amygdala verarbeitet und setzen dort eine Kettenreaktion in Gang, die neben Hormonausschüttung unter anderem auch Adrenalin und Cortisol freisetzen. Und sofern wir uns wieder beruhigen auch Dopamin, damit wir nach überstandener Angst ein anschließendes Wohlgefühl verspüren.

Typische körperliche Stress- oder auch Angstmerkmale sind Herzrasen, steigender Blutdruck, flache beschleunigte Atmung und Schweißausbruch.  Ich habe einige kostenlose Meditationen und Übungen zusammengetragen, die Dich im Umgang mit Angst unterstützen.  Hier kommst Du zu den kostenlosen Meditationen.

Neuroplastizität

Das Gehirn ist neuroplastisch, das heißt, dass es veränderbar ist. Wir können unser Verhalten aktiv verändern und somit unsere automatischen Reaktionen, psychisch wie auch physisch, neu gestalten. Auch die Angst kann so verlernt werden.

Nachdem Du in Teil 1 der Serie ‘Keine Macht der Angst’ gelernt hast, die Angst genau zu betrachten und sie zu akzeptieren, kann nun die Reaktion auf die Angst verändert werden. Dieser Vorgang wird auch “Musterunterbrechung” genannt. Die Aufgabe besteht darin, bisherige Reaktionen auf die Angst in eine andere, funktionale Reaktion umzuwandeln. Also, zum Beispiel, anstatt mit Herzrasen und Gedanken des Kontrollverlustes zu reagieren, nun ganz bewusst mit Ruhe und Entspannung auf die Angst zu reagieren. Dies lässt sich vor allem durch Achtsamkeit erlernen, denn diese hilft dabei, zu beruhigen, Zeit zu gewinnen und Kontrolle über die Situation zu erlangen bzw. diese zu behalten.

Bevor wir dazu kommen, möchten ich jedoch noch etwas tiefer mit Dir in die  Neurobiologie eintauchen: Unser Gehirn ist darauf angelegt, immer Ursache und Wirkung zusammen zu bringen. Diese Fähigkeit gibt uns die Möglichkeit, Dinge vorhersehen zu können, weil wir das Ergebnis einer bestimmten Ursache bereits abgespeichert haben und kennen.

Dementsprechend resultiert aus bereits Erfahrenem eine Erwartungshaltung und die dazu passende Gedanken. Wenn wir uns jetzt zum ersten Mal in einer für uns vollkommen neuen Situation befinden, gibt es nichts, was unser Gehirn bislang dazu abgespeichert hat. Diese Tatsache bringt uns zum einen ins Wanken und zum zweiten entwickeln wir die Tendenz uns Zukunftsszenarien auszumalen. In unserem Gehirn müssen völlig neue Synapsenketten angelegt werden, die richtige Verhaltensweisen und passende Gefühle für die neue Situation entwickeln und wir diese in Anschluß daran bewusst abspeichern können.

Bis das passiert ist, bleiben wir unsicher und bedienen uns dessen, was bereits da ist oder was wir uns mit Hilfe unserer Phantasie ausdenken. Das bedeutet, sofern ähnlich vergleichbare Situationen oder Ängste durch frühere Erfahrungen in uns angelegt wurden, werden diese in Krisenzeiten erneut zum Leben erweckt, bis die neue Erfahrung erfolgreich erlebt, bewertet und mit einem neuen Gefühl versehen wurde. Wir haben es also in ungewohnten Krisenzeiten auch immer mit alten Ängsten zu tun, die mitunter mit der aktuellen Situation nichts gemein haben. Der Ursprung alter Ängste und damit verbundener Gedanken kann beispielsweise auch simpel in erzählten Geschichten unserer Großeltern über Kriegszeiten oder schlechten Science-Fiction-Filmen liegen. Oder auch einfach durch Bilder aus Krisengebieten der Erde, die sich in unseren Kopf eingebrannt haben, resultieren.

Aufgabe:

Sieh’ Dir genau Deine Aufzeichnungen an, die Du mit der Anleitung aus Teil 1 aufgeschrieben hast. Und dann markiere die noch übrig gebliebenen Ängste, die alt zu sein scheinen, in Blau und die Ängste, die tatsächlich einen aktuellen Bezug zu Deiner jetzigen Realität haben, in Grün. Wenn Blau noch immer überwiegt, frage Dich, was Du der Angst anbieten kannst, damit sie weiß, dass sie Dich nicht länger beschützen muss?  Schreibe das auf.

 

Hier geht es zum Teil 3 der Artikelserie ‘Keine Macht der Angst’

Im dritten Teil befassen wir uns mit unseren Gedanken. Denn Gedanken können mitunter so kraftvoll sein, dass sie eine körperliche Wirkung auf uns haben. Und da lohnt es sich doch einen Blick auf die Qualität und Färbung unserer Gedanken zu werfen.

Du hast Teil 1 noch gar nicht gelesen?

Im ersten Teil befassen wir uns mit den Grundlagen zum Thema ‘Angst’ und können so im Anschluß einen weniger emotionalen und eher analytischen Blick darauf werfen. Außerdem sind hier bereits einige praktische Übungen integriert, die Du zu Hause machen kannst.

 

Wenn Du aktiv arbeiten möchtest, dann nutze doch meine kostenlosen Meditationen. Hier geht es zu den kostenlosen Meditationen ‘Keine Macht der Angst’.

 

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Keine Macht der Angst – Teil 3

 

Die Kraft unserer Gedanken

 

Im dritten Teil zum Thema ‘Umgang mit Angst’, befassen wir uns mit unseren Gedanken. Denn Gedanken können mitunter so kraftvoll sein, dass sie eine körperliche Wirkung auf uns haben. Und da lohnt es sich doch einen Blick auf die Qualität und Färbung unserer Gedanken zu werfen.

Um ein besseres Verständnis für Deine Gedanken zu bekommen, möchte ich Dir eine Frage stellen: Hast Du Kinder? Und, wenn ja, ist eines dieser Kinder mal nicht zur verabredeten Zeit nach Hause gekommen? Wie ging es Dir dabei? In den mitunter nur wenigen Minuten, die Du warten musstest, bis das Telefon abgenommen wurde oder sich der Schlüssel im Schloß herum drehte. Was hast Du gedacht? Welche Gedanken sind Dir in den Kopf geschossen?

Je nachdem wie lange diese Zeitspanne andauerte, glich das Kopfkino in Dir vielleicht eher nicht einer Rosamunde Pilcher Verfilmung, sondern mehr einem ‘Tatort’, vermute ich. Das heißt, die reine Fiktion dessen, was passiert sein könnte, dass Du Dir gerade ausmalst, hat eine erhebliche Wirkung auf Dein Wohlbefinden und sogar Deinen Körper. Obwohl Du vielleicht sicher auf der Couch sitzt. Die Wirkung dieses Beispiels ist enorm. 

In meinen Trainings mache ich mit den Teilnehmern immer die Zitronenübung. Bei dieser Übung stellen sich die Teilnehmer vor, in eine reife Zitrone zu beißen. 85% aller können bei dieser Vorstellung eine körperliche Reaktion in Form von erhöhtem Speichelfluss wahrnehmen. Ein simples Beispiel, das uns die enorme Kraft unserer Gedanken verdeutlicht.

 

Jetzt

Zusätzlich zu diesem Wissen ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass wir uns zu weiten Anteilen mit unseren Gedanken entweder mit der Vergangenheit oder – was noch häufiger geschieht – mit der Zukunft beschäftigen. Wir stellen uns Szenarien in der Zukunft vor, die eventuell passieren könnten. Und unabhängig davon, ob sie eintreffen oder nicht, beeinflußt bereits diese Vorstellung unser Wohlbefinden im gegenwärtigen Moment. Obwohl noch nichts davon eingetreten ist.

Es lohnt sich also in der Tat ein wachsamer Blick darauf, wie unsere Gedankenwelt aussieht und durch was wir Beeinflussung zulassen. Ob sie uns dient oder Energie raubt.

Genauso verhält es sich oft mit der Angst. Wie in Teil 2 dieser Serie beschrieben, ist die Angst meist ein Resultat alter Erfahrungen oder Glaubenssätze oder die Fiktion möglicher Ereignisse, die in der Zukunft stattfinden. Je größer unsere Phantasie, um so größer die Bandbreite.

Achtsamkeit

Mit diesem Wissen fällt es einfach zu verstehen, warum Achtsamkeit so wirkungsvoll ist. Ein bewusstes Wahrnehmen des gegenwärtigen Augenblicks und ein Aufenthalt in genau diesem, ermöglicht uns zu unterscheiden, ob akut, das heißt, genau jetzt, tatsächlich eine Bedrohung etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes vorliegt, die uns in Angst versetzen kann oder aber wir uns nur vorstellen, es könnte so passieren.

Achtsamkeit lässt sich trainieren. Es gibt zahlreiche sehr wirkungsvolle Techniken, die man anwenden kann. Im besten Fall übt man sich schon präventiv darin, um sie im jeweiligen Moment, wenn es nötig ist, bewusst anwenden zu können. Ich habe ein paar kostenlose Meditationen und Achtsamkeitsübungen zusammengetragen, die nachhaltig helfen, wenn man Angst verspürt: Hier geht es zu den kostenlosen Meditationen ‘Keine Macht der Angst’.

 

Übung: Ich möchte Dir schon hier eine Übung für den akuten Angstfall geben. Wenn Du denkst, dass Deine Angst Oberhand gewinnt und Dich zu beherrschen droht, so dass kein klarer Gedanke mehr möglich ist, dann setze Dich hin, schließe die Augen und atme. Versuche ruhig und langsam zu atmen. Immer und immer wieder. Bis die Angstwogen sich langsam glätten und abflachen. Atme. Der Atem – so simpel es sich anhört – ist in der Tat hierbei Dein bester Freund. Es wird vorbei gehen, glaub’ mir. Atme Dich durch.

 

Du hast Teil 1 noch gar nicht gelesen?

Im ersten Teil befassen wir uns mit den Grundlagen zum Thema ‘Angst’ und können so im Anschluß einen weniger emotionalen und eher analytischen Blick darauf werfen. Außerdem sind hier bereits einige praktische Übungen integriert, die Du zu Hause machen kannst. 

 

Wenn Du aktiv arbeiten möchtest, dann nutze doch meine kostenlosen Meditationen. Hier geht es zu den kostenlosen Meditationen ‘Keine Macht der Angst’.

 

Wenn Du weitere Fragen zu den Themen hast, sende mir gerne eine E-Mail an kontakt@gesundheit.services. Ich stehe auch telefonisch für Coachings zu Verfügung. 

 

 

 

 

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Wie Wertschätzung gelingt

 

“Aber ich lobe meine Mitarbeiter*innen doch…”,

das ist ein Satz, den ich häufig von Führungskräften höre. Bei näherem Nachfragen, wie dieses Lob genau aussieht, erhalte ich meist Antworten aus den nachfolgenden ersten beiden Kategorien.

 

Kategorie 1:

“Na gestern zum Beispiel hatten wir ein sehr erfolgreiches Meeting und ich habe meinem jungen Kollegen beim Verlassen des Besprechungsraumes auf die Schulter geklopft und gesagt, “das lief jetzt doch wirklich super!”

Jetzt mal ehrlich, wie wirkt das auf Sie? Ich bin sicher das diese Aussage gut und anerkennend gemeint war. Doch manchmal ist ‘gut gemeint’ eben doch ein wenig entfernt von ‘gut gemacht’. Denn in diesem vermeintlichen Lob steckt noch nicht mal das persönliche Einbeziehen des jungen Kollegen. Noch dazu könnte man unterstellen, dass man es auch mit ein wenig Glück zu tun hatte, dass dieses Meeting ein Erfolg war; immerhin hätte es auch anders ausgehen können.

 

Kategorie 2

Die nächste Stufe in Richtung Wertschätzung sieht dann häufig folgendermaßen aus: “Das hast Du gut gemacht!” Eine Aussage, die in den meisten Fällen bestimmt ebenso gut und anerkennend gemeint war, wie Kategorie 1 und nicht als Floskel verstanden werden wollte. Doch schwingt hier ebenso latent die Möglichkeit mit, dass es auch hätte anders ausgehen können.  Eine wertschätzende Haltung zielt immer auch auf den Menschen und nicht nur den Ertrag ab.
Und zusätzlich dazu kann eine bestimmte Betonung entscheidende Verständnisschwierigkeiten mit sich bringen. Wenn das erste Wort, also ‘DAS hast Du gut gemacht’ betont wird, ist dem Adressaten umgehend klar, dass er/sie in der Vergangenheit schon des öfteren die an ihn oder sie angetragenen Aufgaben nicht wirklich zur Zufriedenheit der Führungskraft erledigt hat. Und somit das ‘das‘ nun auch mal Zeit wurde. Im Gegensatz zu Stufe 1 zeigt sich in dieser Aussage zumindest aber schon einmal ein persönlicher Bezug.

 

Kategorie 3

“Ich wusste, dass Du genau die richtige Strategie für das Meeting hast. Deine Stärke war schon immer XYZ” oder “Hey, Du hast wirklich ein Talent dafür, Probleme zu lösen/richtig anzusprechen/die richtigen Vorschläge zu unterbreiten/die richtigen Worte zu finden, wenn es um XYZ geht. Danke dafür.”  Welche Wirkung haben Aussagen dieser Art auf Sie?

Wenn Führungskräfte so etwas zu ihren Mitarbeiter*innen sagen, findet tatsächlich Wertschätzung statt. Die Adressaten fühlen sich quar ihrer Talente, ihrer Fähigkeiten und/oder ihrer Persönlichkeit wahrgenommen und wertgeschätzt. Und das hinterlässt eine völlig andere Wirkung als die genannten ersten beiden Versuche. Es erinnert Mitarbeiter*innen darüber hinaus vielleicht auch daran, warum sie eingestellt wurden. Und so erfolgt eine Betonung dessen, wer man ist und was genau die individuellen und persönlichen Stärken sind.

Lassen Sie uns an dieser Stelle einmal die Definition von Wertschätzung ansehen:

Wertschätzung bezeichnet die positive Bewertung eines anderen Menschen. Sie gründet auf einer inneren allgemeinen Haltung anderen gegenüber. Wertschätzung betrifft einen Menschen als Ganzes, sein Wesen. Sie ist eher unabhängig von Taten oder Leistung, auch wenn solche die subjektive Einschätzung über eine Person und damit die Wertschätzung beeinflussen.
Wertschätzung ist verbunden mit Respekt, Wohlwollen und drückt sich aus in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit und Freundlichkeit.

(Quelle: Wikipedia)

Heutzutage ist es anspruchsvoller denn je, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gesund zu führen. Die eigene fachliche Arbeit in Kombination mit der Führung von Menschen bedarf eines hohen Maßes an Aufmerksamkeit, Zeit und fachlicher Kompetenz.

Schlußendlich macht die Tatsache, dass Wertschätzung einen Menschen als Ganzes betrifft, es für viele Führungskräfte schwierig. Immerhin beziehen sich die meisten unternehmensinternen Belohnungssysteme nur auf die Honorierung von Leistung. Doch das ist eben nicht alles.

In Bezug auf Loyalität, Motivation und Kreativität macht sich wertschätzendes Führen bemerkbar und zahlt sich somit auch aus. Wenn Sie sich als Führungskraft Ihren Mitarbeitern*innen gegenüber wertschätzend äussern und verhalten, bauen Sie neben Anerkennung auch Vertrauen auf und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass diese Mitarbeiter*innen mit Ihnen gemeinsam auch mal durch schwierige Zeiten gehen werden.

Wenn sich Fragen zu o.g. Themen ergeben haben, senden Sie uns gerne eine E-Mail: kontakt@gesundheit.services

 

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Achtsamkeit – ROI von VUCA

 

Das haben wir uns selbst eingebrockt…

Das Akronym VUCA beschreibt schwierige Rahmenbedingungen der Unternehmensführung und steht für

Volatility, Uncertainty, Complexitiy, Ambiguity

Zu deutsch: Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit.

VUCA entstand in den 90er-Jahren und beschrieb ursprünglich die Herausforderungen einer multilateralen Welt nach Ende des Kalten Krieges. Doch heute hat es längst Einzug in die Geschäftswelt gehalten und sitzt, gleich einer unliebsamen Tante, neben ihrer hocheloquenten Schwester ‘Digitalisierung’ auf der Besuchercouch eines jeden Geschäftsführers.

 

 

In einer VUCA-geprägten Welt liegt es tatsächlich sehr nahe, dass der Bedarf nach Besinnung, Zentrierung, Bewusstsein, Resilienz und vor allem einem klaren Kopf immer größer wird. Und das ahnten bereits in den 90ern amerikanische Gesellschaftsforscher und Marketingexperten. Sie lieferten direkt eine Überlebensstrategie in der sich immer weiter verbreitenden VUCA-Welt: Dies lautet:

vision (Vision), understanding (Verstehen), clarity (Klarheit) , agility (Agilität)

Dies sei also nun die Lösung. Der einprägsamkeithalber leitet sie sich von den gleichen Abkürzungen ab, wie ihr Ursprung.

Und so ist es eigentlich auch nicht verwunderlich, sondern vielmehr offensichtlich und logisch, dass immer mehr Konzerne unterschiedliche Achtsamkeitsprogramme anbieten. Ob Daimler, Intel, Google, SAP, Robert Bosch, BASF oder BMW, sie alle haben Angebote für Mitarbeiter*innen, die zum Ziel haben, entweder Stress vorzubeugen, ihn zu bewältigen, Empathie zu fördern, Resilienz zu stärken und wertschätzend zu führen. Alles wichtige Leitplanken für Führungskräfte und Mitarbeiter*innen um einen klaren Geist, Einfühlungsvermögen und das Bewusstsein für den gegenwärtigen Moment zu trainieren und somit den Herausforderungen der VUCA-Welt souverän zu begegnen.

Früher las man nur in Psychologie-, Yoga- oder Frauenzeitschriften von Achtsamkeit und Meditation. Mittlerweile haben aber selbst klassische Wirtschaftsmedien und überregionale Tageszeitungen das Thema für sich entdeckt und berichten über meditierende Manager*innen. Dank VUCA konnte das Thema aus der Esoterik-Ecke und den lilafarbenen Meditationszimmern ausbüchsen und zieht nun triumphal ein in die Konzerne dieser Welt.

 

“If you always do what you’ve always done, you’ll always get what you’ve always got.” Henry Ford

Für alle Fans des ‘Höher, Schneller, Weiter’: wäre das nicht ein Versuch wert? Oder sind Sie noch auf der Suche nach mehr Beweisen in Form von wissenschaftlichen Studien zu dem Thema? Dann googeln Sie doch einfach mal Prof. Dr. Tania Singer, ehem. Leiterin der Abteilung Kognitions- und Neurowissenschaften des Max-Planck-Institutes. Oder sehen sich den Trailer des neuen Dokumentarfilmes von Shannon Harvey an:

 

Mindfulness Advisory bietet Trainings, Vorträge und Coaching zu den o.g. Themen an. Wenn Sie Fragen oder Interesse haben, senden Sie uns gerne eine E-Mail: kontakt@gesundheit.services

 

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Whats in for me?

 

Kollegen um Hilfe zu bitten ist so eine Sache.
Ihnen selbst zu helfen, auch.

Viele von uns stehen unter Druck. Das Projekt ‘in time’ zu halten, die Zahlen abzuliefern, die Folien zu finalisieren, die E-Mails zu beantworten, das Meeting vorzubereiten. Nicht zuletzt die Stakeholder zu bedienen. Das Streben nach Optimierung unserer Zeit und unserer eigenen Ressourcen droht Überhand zu nehmen. Alle gängigen Time-Management- und Kompetenzentwicklungsseminare sind besucht und dennoch, droht manchmal die Arbeitsflut über unseren Köpfen zusammenzubrechen. Leicht Entspannung setzt ein, wenn eine Woche glimpflich vorüber ging. Damit am Wochenende wirklich Zeit für die Familie und Freunde bleibt. Und man nicht das nacharbeiten muss, zu dem man während der Woche nicht mehr kam. Oder vorarbeiten, damit es in der nächsten Woche luftiger wird. Aber gestatten Sie eine Frage: haben Sie am Ende einer bereits Sonntags vorgearbeiteten Woche, schon mal festgestellt, dass es wirklich überschaubarer blieb?

Und, als ob das Pensum nicht reichen würde, wie verhält man sich am besten, wenn einen dann noch Kollegen um Hilfe bitten? Mal ein praktisches Beispiel: Stellen Sie sich vor, ein*e Kollege*in steht neben Ihrem Schreibtisch und bittet um Unterstützung. Welcher Gedanke kommt Ihnen als erstes in den Kopf? Wie reagieren Sie? Fragen Sie sich, warum sie ihr/ihm ‘auf’s Pferd helfen sollten’? Oder, wieviel Zeit Sie wohl die Unterstützung kosten wird? Was haben Sie davon, dass Sie helfen? Oder auch: ‘vor welchen Karren möchte sie/er Sie spannen, damit das Ziel erreicht wird’?

 

Ursachen liegen in der Unternehmenskultur

Ich kenne Menschen, die antworten gnadenlos auf ein Hilfegesuch von Kollegen mit folgenden Worten: “Zahlt das auf meine Scorecard ein? Was hab’ ich davon, Dir zu helfen?” Ein Schlag vor den Kopf. Doch ich bin der Meinung, man kann das zwar menschlich verwerflich finden, aber dennoch bringe ich ein gewisses Verständnis für ihr Dilemma auf. Maximal unter Performance-Druck ist ihnen die Großzügigkeit im Umgang mit ihrer Zeit abhanden gekommen. Traurig, aber wahr. Auch wenn diese Haltung beschämend und kurzsichtig ist. Im übrigen kommt die Nicht-Beantwortung einer E-Mail mit vergleichbarer Qualität beim Absender an, wie die oben ausgesprochene egoistische Haltung in direkter Kommunikation. Es gibt Unternehmen, deren Etikette eine direkte Absage nicht zulässt. Wenn man jedoch grundsätzlich an der Unternehmenskultur nichts ändert, besteht die Gefahr, dass sich der allgemein gängige Stil verbreitet, einfach gar nicht zu reagieren. Wenn man direkt persönlich angesprochen wird, zeigt man sich selbstverständlich supportive. Doch danach folgt Zero. Und ob man reagiert, wird maßgeblich davon beeinflußt welchen Rang bzw. welche Position der Anfragende inne hat. Sofern die Gefahr der Ignoranz überschaubar bleibt, gilt nach wie vor folgendes: wer nicht will, bewegt sich auch nicht. Der hat sich die Frage noch der Scorecard längst selbst beantwortet.

 

Doch was macht das mit uns als Menschen? Und was macht das mit der Kultur eines Unternehmens?

 

Der Buddhismus hat darauf längst eine Antwort gefunden:

 

Die Worte, die ich spreche, hört mein Gegenüber. Aber ich höre sie ebenso selbst. Die Bewegungen, die ich mache, sieht mein Gegenüber, aber mein Geist speichert sie ebenso ab. Wenn ich in meinem Umfeld positiv tätig werden kann, strahlt es auf mich zurück. Es ist die unabdingbare Voraussetzung und Basis für nachhaltig zufrieden stellenden Erfolg.

In unseren Workshops und Trainings befassen wir uns immer wieder mit unterschiedlichen Unternehmenskulturen und Umgangsformen, die sich in die Arbeitswelt eingeschlichen haben. Aber vor allem mit dem Menschen an sich und wie er als zufriedener, belastbarer und mehrwertstiftender Faktor bestehen bleiben kann.

Mehr Infos zum Thema ‘Karmic management’ finden Sie u.a. in diesem Podcast: https://www.youtube.com/watch?v=O8jzS0m1jLk

 

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Urlaub vom eigenen Leben

Du kennst die Wahrheit bereits.

 

Urlaub kann ja vollkommen unterschiedlich sein. Also, ich meine nicht nur in den Bergen oder am Meer. Mit Kindern oder ohne. Mit Sport oder purem Strandgenuß… sondern jeder versteht unter Urlaub etwas anderes.
 
Einige Menschen machen Urlaub, um der Kreativität wieder etwas mehr Raum zu geben, um sich wieder mehr sich selbst zu widmen. Um etwas mehr Zeit für Dinge zu haben, die im Alltag oft zu kurz kommen. So z.B. Lesen, seinen Gedanken nachhängen, Schlafen, Genießen, ein wenig Sport, Kultur & Kunst genießen. Den Horizont ein wenig zu erweitern.
Und dann gibt es einige anderen, die Urlaub von ihrem eigenen Leben brauchen. Nach dem Motto ‘Bloß weg hier’, kriechen sie auf dem Zahnfleisch in die letzten Arbeitstage. Steigen erschöpft, ausgelaugt, müde und ein wenig resigniert ins Auto, das Flugzeug oder die Bahn. Um 2 oder 3 Wochen im Jahr abzuschalten. Alles zu vergessen, was ihnen Kraft raubt. Um Abstand zu gewinnen und in der Hoffnung, den zu sich selbst, zu verringern. Und nicht zuletzt dem Anspruch, alle Energietanks in kürzester Zeit wieder aufzufüllen.

Es muss sich etwas ändern…

Wenn man so in den Urlaub fährt, dann weiß man, dass sich etwas ändern muss. Das untrügliche Gefühl, dass das eigene Leben nicht nach Plan verläuft, lässt sich nicht mehr ignorieren. Nicht selten wird der Gedanke laut, dass es so nicht weitergehen kann. Dass es eigentlich schon Glück ist, das man gesund davon gekommen ist. Und der festen Überzeugung, dass die letzten Monate eine Ausnahme bleiben müssen.

 

 

 

…doch die Veränderung beginnt immer nur bei uns selbst

Im Außen wird es keine Veränderung geben, wenn wir sie nicht selbst initiieren. Es wird niemand kommen und uns unser Leben neu sortieren. Das müssen wir schon selbst erledigen. Das Trügerische ist, dass wir nach einer Auszeit denken, es sei vielleicht doch nicht alles ganz so schlimm gewesen. Wir treffen gute Vorsätze, uns nicht mehr so unter Stress setzen zu lassen und kreieren theoretische Methoden, die uns davon abhalten, wieder die Kontrolle zu verlieren. Doch meist sind diese Vorsätze genauso nachhaltig, wie diejenigen, die gerne zum Jahresbeginn getroffen werden.

Veränderung ist mühsam. Sie funktioniert nur, wenn sie die ersten Monate konzentriert und nahezu stoisch konsequent umgesetzt wird. Nur dann, wenn man sie mit einer Belohnung verknüpft wird. Das haben zahlreiche Studien ergeben. Wir sind nunmal Gewohnheitstierchen. Als Unterstützung für mehr Achtsamkeit im Leben und auch um den Ladezustand der Batterien möglichst lange aufrecht zu halten, bieten sich die Coffee Meditation an. Ein Monatsabonnement von täglichen Achtsamkeitsübungen, die als Sprachnachricht auf dem Handy empfangen werden. Das alltägliche Praktizieren der Kurzmeditationen bewirkt mehr Fokus auf sich selbst, mehr Klarheit, Zufriedenheit und Bewusstsein und somit im Ergebnis mehr Einfluss auf das eigene Leben.

Im Oktober 2019 ist die Coffee Meditations wieder gestartet. Hier findest Du mehr Infos dazu

 

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Gehst Du Deinen Herzensweg?

Gehst Du Deinen Herzensweg?

 

Bis wir in die Schule kommen, hören wir auf unser Herz. Man könnte es auch unser ‘Bauchgefühl’ nennen. Intuitiv wissen wir was uns gut tut. Klar sind die Reaktionen im frühen Kindesalter manchmal noch etwas übersteuert, aber wir wissen sehr genau, was sich gut anfühlt und was nicht. Und dann, meist in der Schule, beginnen wir, das Gehör dafür zu verlieren. Jahr für Jahr stärken wir unseren Verstand mehr und mehr und die Leitung zu unserem Herz wird ganz langsam, aber unaufhörlich schwächer. Bis wir kaum noch unterscheiden können.

 

Nochmal ganz kurz zur Erklärung:

 

Verstand = Ratio. Hier geht es um kluge Entscheidungen. Um den Fokus auf den Return on invest. Es geht um ‘Gewinnen wollen’ und um Macht. Nüchterne Planung. Viel Sachlichkeit und darum mit derselben zu urteilen und zu planen.

 

Herz = Intuition & Gefühl. Hier geht es um Liebe. Um glücklich sein. Und Erfüllung. Es geht darum, Morgens lachend aufstehen und sich auf den Tag freuen. Kurzum: Sinn! Um Dankbarkeit und die untrügliche Gewissheit, das Richtige zu tun. Auch wenn man dafür Ängste des Verstandes überwinden muss.

 

 

Mit den Füßen auf der Erde und dem Kopf in den Wolken

Und wie so oft im Leben gibt es kein Schwarz-Weiß. Es gibt aber verdammt viele Grau-Schattierungen; also eine Mischung aus beidem. Eine optimale Mixtur aus, aus dem Herzen getroffener Entscheidungen, unterstützt durch unseren Verstand. Jeder muß sein eigenes Maß und seine Mischung finden. Für mich jedoch funktioniert es nicht anders herum! Das Herz hat die Oberhand und der Verstand unterstützt nachrangig. Das mögen einige leichtsinnig oder gar blöd nennen. Mir gibt es Glanz in meine Augen, ein stetiges Lächeln ins Gesicht und das Gefühl ‘Frei zu sein’. Wenn ich meinem Herzen folge, liebe ich jeden Tag, strotze vor Energie und Wohlbefinden und bin unendlich dankbar für die Erfahrung meines Lebens. Und ich bin kreativ. Die Dinge beginnen sich in Leichtigkeit zu fügen.

Wenn ich meinem Verstand die Oberhand überlasse – was noch manchmal passiert, weil ich so lange so gut darin war – geht mein Geist zu, man nennt das auch Tunnelblick. Ich beginne zu rechnen, enge mich ein, habe weniger Gelassenheit im Umgang mit mir und anderen, kann mein Gedankenkarussell nicht stoppen und bekomme Angst.

 

Burnout & Lebensunlust

Verstand und Ratio sind wichtig, so lange wir in dem System leben, welches wir uns erschaffen haben. Es gibt Dinge, die erledigt werden müssen, Regeln, die für unser Zusammenleben unerläßlich sind und Verpflichtungen die unser Wirtschaftssystem uns auferlegt. Ja, und hier bedarf es Klarheit und Verstand. Für diesen Moment.

Aber ACHTUNG –  wenn Du merkst, dass Du beginnst nur noch zu funktionieren. Dinge abzuarbeiten, um sie endlich hinter Dir zu haben, wie z.B. die Woche, die Du überstehen musst, um endlich das Wochenende genießen zu können. Oder wenn Du glaubst, bis zum nächsten Urlaub durchhalten zu müssen oder nur noch ‘das eine Projekt’ (von bereits 100) hinter Dich zu bringen, dann – pack bitte SOFORT den Verstand zur Seite und halte inne. Nur für einen kurzen Moment. Halte inne und höre kurz auf Dein Herz. Denn wenn Du das nicht tust, dann werden Jahre oder Dein ganzes Leben ein ‘Durchhalten’ und ‘Hinter Dich bringen’ sein. Und vor allem gefährdest Du massiv Deine Gesundheit.

Unser Leben besteht aus den kleinen Dingen. Deine Lebensqualität beginnt mit den Umständen, in denen Du Morgens die Augen öffnest, Deinen Gedanken, die Dir durch den Kopf schiessen, der Zeit, die Du für Dich am Tag hast, dem Weg, den Du zur Arbeit nimmst, den Menschen, denen Du begegnest, den E-Mails, die Du liest und nicht zuletzt dem Gefühl, welches Dich den Tag über begleitet und all Deine Handlungen färbt.

 

Und nun stelle ich Dir eine Frage:

welches Gefühl ist Dein Hauptgefühl?

 

Wenn es Dich nicht erhebt, ändere es! Und zwar mit Deinem Herzen als Kompass. Alles andere macht Dich auf Dauer krank. Eine gekappte Verbindung zu Deinem Herzen, kann schwerwiegende Folgen für Deine Gesundheit haben. Pack den Verstand und auch die Angst vor der Wahrheit für nur einen Moment zur Seite!  Vielleicht beschleicht Dich auch ein Gefühl der Ausweglosigkeit, zumindest kann es sein, dass Du für einen Moment die Orientierung verlierst, bis die Verbindung zu Deinem Herzen wieder hergestellt ist. Das ist es, wonach Dein Körper sich sehnt. Warum er rebelliert, Dir vielleicht Schlaf- oder Verdauungsstörungen bereitet und sich diffuse Fehlstellungen einschleichen.

Dein Herz ist der Kompass für ein glückliches Leben.

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Wenn Du Interesse an einem Coaching hast, mehr über
Stressprävention wissen möchtest oder gar unsicher bist, ob Du vor einem Burnout stehst oder Dich bereits darin befindest, dann schreib mir bitte eine E-Mail an

 

an@gesundheit.services

 

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Meditation – wozu sie dient und wozu nicht

Es geht um Sinn und Unsinn rund um Meditation. Wozu sie dient und wozu nicht. Und warum es sich lohnen könnte auch ohne Rückenschmerzen, eingeschlafene Füße oder OM ein Date mit sich selbst zu vereinbaren.

 

Annekatrin Nowotny im Podcast von Nuria Pape

 

Einfach auf das Bild klicken und Du gelangst zur Folge. 

 

Übringens, möchtest Du einfach mal ausprobieren, ob Meditation etwas für Dich ist?

 

 

Oder bist Du auf der Suche nach mehr Entspannung in diesem Sommer?

Die wirkungsvollsten und schönsten 35 Coffee meditations habe ich Dir in eine Summer Edition 2019 gepackt. 35 Achtsamkeitsübungen, die Du auch im Urlaub anhören kannst. Für mehr Gelassenheit, Freude & Entspannung.  Egal ob Du Anfänger bist oder bereits Erfahrung hast. In den Übungen geht es um Kraft, Freude, Liebe, Gelassenheit, Effizienz und Empathie.

Einfach auf das Bild klicken und Du erhältst mehr Information.

 

 

 

 

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Silberrrücken in Agile Transitions

Erfahrung meets Multitasking

 

Als würden die Herausforderungen beim Aufeinandertreffen der Generation Y mit den Baby Boomern nicht schon ausreichen. Zahlreiche Unternehmen beginnen, althergebrachte Wasserfall-Modelle in bezug auf ihr Projektmanagement, zu verändern. New Work und damit auch die ‘Transition’ in agile Arbeitsmodelle in Form von Projektteams à la SCRUM oder Kanban, halten Einzug in die Mittelmanagement-Etagen schicker Bürogebäude.

Es ist kein Geheimnis, dass die Ansprüche der Generation WHY (geb. 1998 – 200) auf Work-Life-Balance, kostenfreies Obst, Open Space und einem Unternehmenssinn, der über die Quartalszahlen hinaus geht, befremdlich auf so manchen Baby Boomer (geb. 1955-1969) wirken. Denn sie wiederum, sind im ‘alten System’ sozialisiert worden und definierten sich stattdessen über die Größe ihrer Einzelbüros, die Anzahl an Mitarbeitern, einen Titel, die Höhe der Budgetverantwortung und nicht zuletzt ein Vorzimmer. Und das seit Jahrzehnten

Die junge Generation mag eine irre schnelle Auffassungsgabe haben. Sie kann diese zudem multitasking abrufen bzw. einsetzen. Mit auf Erfahrung beruhender, ausdauernder, konzentrierter Arbeitsweise jedoch, hat sie wenig bis nichts am Hut. Das sind nach wie vor die Kronjuwelen der Baby Boomer.

 

Wie nun die Zeit bis zum Altersteilzeit-Programm überbrücken?

 

Fast ein bisschen unfair mag es da manchem Baby Boomer erscheinen, dass nun – mitunter ‘auf den letzten Metern’, vor Beginn der abschlagsfreien Rentenzeit oder zumindest im Planungsprozess für die letzten 15 Berufsjahre befindlich,  immer mehr Unternehmen mit Transformationen in Richtung Agile Work um die Ecke kommen. Eine Agile Transition ist ein enormer Veränderungsprozess für Organisationen, der generationsübergreifend nicht so einfach realisiert werden kann, wie er zuvor auf dem Papier geplant wurde.

Klare Vorteile haben hier die Jüngeren. Es entspricht ihrem Verständnis und knüpft nahtlos an Methoden an, die sie aus dem Studium gewohnt sind: in Projektteams organisiert, weitestgehend ohne Hierarchien, mit einem (SCRUM)-Master als Zeremonienmeister und nur einem verantwortlichen Project Owner, arbeiten sie kreativ und dennoch eng geführt auf kurz- bis mittelfristiger Projektbasis.

Doch was passiert auf der anderen Seite mit dem Selbstverständnis und vor allem mit dem Wertesystem der Silberrücken? Sie sehen sich zunehmend auf gleicher Ebene in ‘Gemeinschaftsduschen’, mit Programmierern, Jungmanagern, Service-, Vertriebs- und Marketingkollegen*innen, ja sogar Assistent*innen.  Sie sind also ‘nearly lost in agile transition’. Und, um es mit Heidi Klum’s Worten zu sagen: nur einer kann Projekt Owner werden!

 

 

Lässt sich das Human Capital binden?

Um der Gefahr entgegenzuwirken, das immense Wissen, die zahlreichen Kontakte und die jahrzehntelange Erfahrung der Baby Boomer zu verlieren, erscheint es daher allerhöchste Zeit, ihnen Unterstützung bei der Neudefinition ihrer Werte anzubieten. Endvierziger führen schon jetzt Gespräche über eine mögliche Flucht in Altersteilzeitprogramme, deren Beginn jedoch üblicherweise erst ab einem Lebensalter von 55 Jahren möglich ist. Unternehmen stehen also in der Pflicht, das menschliche Kapital bis – mindestens zu diesem Zeitpunkt – optimalerweise noch darüber hinaus, motiviert und vor allem für sich abrufbar, zu erhalten.

Viele meiner Klienten stammen aus der Generation ‘Baby Boomer’. Ihr Know-How, ihre Erfahrung und das nötige Maß an Souveränität und Charakterstärke zeichnet sie aus. Schlußendlich gibt es nur wenige Situationen, die sie nicht schon in ihrem Berufsleben erlebt hätten. Doch die Definition des eigenen Wertes, der Stärken und Talente fand die meiste Zeit eben über o.g. äußere Umstände statt und weniger über ihre individuelle Persönlichkeit. Äußere Umstande, die in der Agile Working World so nicht mehr vorhanden sind.

 

 

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Sie haben Interesse an einem Austausch, Coaching oder Mitarbeiterprogramm
zu diesem Thema?

Dann freue ich mich über Ihre E-Mail unter an@gesundheit.services

 

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Keine Antwort ist auch eine Antwort

Keine Antwort ist auch eine Antwort. Und zwar eine sehr kraftvolle.

Wie unterschiedlich die Wirkung von Stille doch sein kann…

 

Ich bin bekennender Fan von Stille. Meistens zumindest.

Es gibt Führungskräfte, die die Beantwortung von E-Mails vom Rang bzw. dem Hierarchiegrad des Absenders abhängig machen. Es gibt Führungskräfte, die aufgrund des massiven E-Mail-Volumens keine andere Chance haben, als einen Priorisierungsfilter dieser Art einzusetzen.
Und es gibt Mitarbeiter*innen, mit denen ein Umgang dieser Art eine Menge macht. Auch wenn darüber kaum gesprochen wird, denn immerhin stellt es vermeintlich den Wert der eigenen Person oder des Anliegens ‘aus höherer Sicht’ in Frage. Vor allem aber hinterlässt es den langanhaltenden bitteren Geschmack, ein paar Zeilen nicht Wert gewesen zu sein.

Ich muss zugeben, ich bin kein Fan davon. War es nie und werde es auch niemals sein. Weder davon, Menschen nach Klassen, in diesem Fall ihrem Rang zu behandeln, noch von der Einfallslosigkeit, keine andere Lösung zur Bewältigung des Arbeitsvolumens gefunden zu haben. Unternehmen appellieren heutzutage an ihre Mitarbeiter*innen permanent 100% zu geben. Innovativ, kreativ, belastbar, teamfähig und vor allem produktiv und effizient zu sein. Während der Auflistung dieser Eigenschaften mutiert leider jedoch der Mensch zum Roboter. Unsere USPs sind unsere Gefühle. Unsere wunderbare Fähigkeit Empathie zu entwickeln und als soziale Wesen in gegenseitigem Austausch und Kontakt zu existieren. Unsere Gabe Mitgefühl für andere zu haben und so Verantwortung für ein Miteinander zu übernehmen. Unsere Fähigkeit, miteinander nicht nur auf sachlicher Ebene zu kommunizieren, sondern in unsere Überlegungen und Handlungen auch Gemütszustände zu integrieren. Unser grundsätzliches Streben nach Wohlbefinden und Glück. Nach sozialen Kontakten und der Stimulation unserer Sinne. Und dem so simplen Anspruch, in einem hochprofessionellem freundlichem Umfeld, die Mindestbasis an Respekt entgegengebracht zu bekommen.

 

 

Und um die Gefühlsduselei zu beenden, wir sprechen hier am Ende ganz simpel von Zahlen. Von finanziellen Einbußen, die Unternehmen zu verzeichnen haben, deren Kulturen wie oben beschrieben angelegt sind und bewusst nicht verändert werden. Wir sprechen davon, dass die Produktivität der Mitarbeiter sinkt, weil sie sich weder akzeptiert noch respektiert fühlen. Geschweige denn bereit sind, die berühmte ‘Extra-Mile’ zu gehen. Davon, dass die Rede von belastbaren Vertrauensebenen vielerorts nur noch in Employer Branding-Broschüren Realität ist.

 

Wie unterschiedlich die Wirkung von Stille doch sein kann… 

 

Ich bin absolut sicher, dass die Digitalisierung Kulturen dieser Art zwingen wird, leer zu laufen. Wir werden keine andere Wahl mehr haben, als uns unserer menschlichen USPs bewusst zu werden, sie einzusetzen und als solche, unserer Natur entsprechend, für uns und den Fortschritt zu nutzen. Alles andere werden AIs und dazugehörige lustige Maschinen für uns erledigen.

 

 

 

 

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Jemand der erfolgreich ist, zieht durch, oder?

 

 

Ganz klar: jemand, der schon immer erfolgreich war, verantwortungsbewusst und ein richtiger Macher-Typ, der knickt nicht einfach ein, wenn es mal schwierig wird. Der zieht durch. Oder?

 

Die Frage ist – wie reagiert man adäquat, wenn sich jemand einem anvertraut und mitteilt, dass er seit Monaten Schlafstörungen, Magenschmerzen und Verdauungsprobleme hat. Dass das Projekt so herausfordernd ist, dass er schlagskaputt ist, wenn er abends nach Hause kommt. Dass er selbst feststellt, gereizt zu sein, keine Nerven mehr für Familienangelegenheiten oder Sport hat.

Wie geht man damit am besten um? Welchen Rat gibt man? Meist antworten wir “Oh, da musst Du aber aufpassen!”

Soweit so gut. Aber wie geht es weiter? Dem Betroffenen fehlt selbst oft die richtige Einschätzung. Wann ist denn wirklich der Punkt gekommen, an dem man nicht mehr kann. An dem man zum Arzt gehen sollte? Und wenn man dort war, und dieser attestiert, man habe ein zu hohes  Stresslevel oder warnt gar vor möglichen Folgen, wie genau hört man hin? Die wenigsten nehmen sich diesen ersten Hinweis zu Herzen. Der Korridor ist zu groß. Bis wann geht es noch und ab wann nicht mehr?  Und was muss passieren, damit man selbst die Reißleine zieht? Das Projekt und somit die Kollegen und die Firma im Stich lässt. Wo doch immer Verlass auf einen ist.

 

Übringens:  Bald gibt es jeden Monat eine kostenlose Monats-Meditation. Melde Dich gleich hier an:

 

Wenn man noch zögert und mit einem ‘Augen zu und durch’ einfach weiter macht, kann es sein, dass einem die Entscheidung in letzter Sekunde abgenommen: und zwar vom eigenen Körper. Mit Signalen, die unverkennbar und nicht mehr zu ignorieren sind: undefinierbare Autoimmunkrankheiten, diffuse Hautveränderungen, Herzinfarkte, Schlaganfälle, Depressionen, Burn-out. Allen  gehen Schlafstörungen, Magen-, Kopfschmerzen und Verdauungsprobleme voraus. Nicht selten sind die Folgen nun langwierig, wenn nicht sogar irreversibel.

 

Doch ganz klar: jemand, der schon immer erfolgreich war, verantwortungsbewusst und ein richtiger Macher-Typ, der knickt nicht ein. Der zieht durch. Oder? 

 

Es dankt einem nur keiner. Weder die Chefs, noch die Firma. Weder die Kollegen, noch die Familie. Es ist schlichtweg sinnlos. Einzig unser Anspruch, den wir wie ein altes Mantra vor uns her tragen, gut sein zu müssen, verlässlich zu bleiben und auch in schwierigen Zeiten nicht einzuknicken, steht jeglichem gesunden Denken im Weg.

Ich kann nur raten. Hört hin. Nahezu nichts steht im Verhältnis, wenn es um den Erhalt der eigenen Gesundheit und Vitalität geht.

 

Solltest Du Dich wiedererkannt haben und Interesse an einem Stresscoaching und an Tips rund um geeignete Techniken haben, dann schick uns eine E-Mail unter kontakt@gesundheit.services

 

 

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Nicht ohne mein Handy

Kannst Du 5 Minuten in Ruhe an einer Haltestelle warten, ohne auf Dein Mobiltelefon zu schauen? Siehst Du Dich im Restaurant entspannt um, während Dein Gesprächspartner kurz auf Toilette geht? Kannst Du entspannt in einer Schlange warten, ohne Dein Mobiltelefon heraus zu holen?
Kannst Du? Wirklich?

 

Abhängig? Ich doch nicht!

Wir sind permanent und ständig 24/7 erreichbar und wollen auf minütliche Aktualität im Social Life nicht verzichten. Neben der Tatsache, dass uns die bildgeladene Insta/FB-Welt Perfektion, Schönheit, Jugend und Makellosigkeit vorgaukelt, durchdringt sie uns, neben Twitter, LI und dem Internet an sich mit permanenten News: Wirtschaftsnachrichten, WhatsApp-Nachrichten, Sprachnachrichten und Newslettern. Alles ohne Ende. Anrufe scheinen fast schon zur Nebensache geworden. All diese Einflüsse machen etwas mit uns. Sie fordern nicht nur maximale Aufmerksamkeit, sondern verursachen Abhängigkeit. Abhängigkeit in Form von Angst etwas zu verpassen, nicht up to date zu sein, nicht schnell genug greifbar und somit entscheidungsverzögert zu sein. Scheinbar einmalige Gelegenheiten, die sich einem bieten nicht als Erste*r wahrnehmen zu können.

Und wie bei vielen Abhängigkeiten, wähnt man sich selbst auf keinen Fall in dieser. Die anderen vielleicht. Aber man selbst doch nicht! Es ist nicht sexy und zeugt nicht wirklich von wahrer Größe. Und dennoch – leider – ist es so. Die meisten von uns sind abhängig. Menschen laufen gegen Laternen, weil sie nicht auf die Straße achten, sondern auf ihr Telefon. Am Arbeitsplatz liegen noch vor der Tastatur ein bis zwei Mobiltelefone zwischen unseren Armen. Display nach unten ist schon Understatement. Sie stören konsequent unsere konzentrierten Arbeitshandlungen. Und es geht sogar so weit, dass wir uns, während wir Auto fahren, vom Handy ablenken lassen und im schlimmsten Fall jemanden verletzen könnten.

Herausforderung meistern

Auszug aus einer der ältesten Geschichten des Zen-Buddhismus:
Der Schüler fragt den Meister, was den Meister von ihm unterscheidet.
Der Zen-Meister entgegnet ihm: „Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Der Schüler erwidert: „Aber das mache ich doch auch.“
Der Zen-Meister antwortet:“Wenn Du gehst, denkst Du ans Essen und wenn Du isst, dann denkst Du ans Schlafen. Wenn Du schlafen sollst, denkst Du an alles Mögliche. Das unterscheidet uns.“

 

Achtsamkeitsimpuls

Und wie so oft, sind es nicht die großen Dinge, die eine Veränderung bewirken, sondern vielmehr sind es die kleinen regelmäßigen Übungen. Jeden Tag 5 Minuten reichen aus, um mehr Ruhe in unser Bewusstsein zu bekommen und die Qualität dieser kurzen Auszeit überhaupt mal wieder wahrzunehmen. Und erst wenn wir das wieder erfahren haben, das Gefühl von Wohlbefinden, obwohl  im aktuellen Moment rein gar nichts passiert, erst dann machen wir uns auf den Weg, aus 5 Minuten mehr Minuten zu machen. Freiwillig. Das Ziel vor Augen und voller Vorfreude auf mehr Lebensqualität.

 

ANNEABLE.YOURSELF – MINDFULNESS ADVISORY bietet Kurse zur Schulung von Achtsamkeit an. Für Privatpersonen und im Auftrag von Firmen. Zum Beispiel im Rahmen von betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen. Außerdem haben wir diverse dazugehörige, ortsunabhängige, d.h. digitale Programme im Portfolio. Bei Interesse freuen wir uns über eine Nachricht!

 

 

 

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ROI von VUCA

Das haben wir uns selbst eingebrockt

 

Das Akronym VUCA beschreibt schwierige Rahmenbedingungen der Unternehmensführung und steht für (Volatility, Uncertainty, Complexitiy, Ambiguity); zu deutsch: Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit. VUCA entstand in den 90er-Jahren und beschrieb ursprünglich die Herausforderungen einer multilateralen Welt nach Ende des Kalten Krieges. Doch heute hat sie längst Einzug in die Geschäftswelt gehalten und sitzt, gleich einer unliebsamen Tante, neben ihrer hocheloquenten Schwester ‘Digitalisierung’ auf der Besuchercouch eines jeden Geschäftsführers.

In einer VUCA-geprägten Welt liegt es tatsächlich sehr nahe, dass der Bedarf nach Besinnung, Zentrierung, Bewusstsein, Resilienz und vor allem einem klaren Kopf immer größer wird. Und das ahnten bereits in den 90ern amerikanische Gesellschaftsforscher und Marketingexperten. Sie lieferten direkt eine Überlebensstrategie in der sich immer weiter verbreitenden VUCA-Welt: Vision (Vision), Understanding (Verstehen), Clarity (Klarheit) , Agility (Agilität), so lautet die Lösung. Der einprägsamkeithalber leitet sie sich von den gleichen Abkürzungen ab, wie ihr Ursprung.

Und so ist es eigentlich auch nicht verwunderlich, sondern vielmehr offensichtlich und logisch, dass immer mehr Konzerne und auch Mittelständler unterschiedliche Achtsamkeits-, Stress- und Burnoutpräventionsprogramme anbieten. Ob Daimler, Intel, Google, SAP, Robert Bosch, BASF oder BMW, sie alle haben Angebote für Mitarbeiter*innen, die zum Ziel haben, entweder Stress vorzubeugen, ihn zu bewältigen, Empathie zu fördern oder Resilienz zu stärken. Alles wichtige Leitplanken für Mitarbeiter und Führungskräfte um einen klaren Geist, Einfühlungsvermögen, situationsadäquates Handeln und das Bewusstsein für den gegenwärtigen Moment zu trainieren und somit den Herausforderungen der alten VUCA-Welt souverän zu begegnen.

Früher las man nur in Psychologie- oder Yogazeitschriften von Achtsamkeit und Meditation. Mittlerweile haben aber selbst klassische Wirtschaftsmedien und überregionale Tageszeitungen das Thema für sich entdeckt und berichten über meditierende Manager. Dank VUCA konnte das Thema aus der Esoterik-Ecke und den lilafarbenen Meditationszimmern ausbüchsen und zieht nun triumphal ein in die Welt der Wirtschaftsunternehmen.

Im Wesentlichen geht es bei den meisten Programmen darum, selbst zu reflektieren, ob man seine eigene Souveränität in Stresssituationen bewahren kann und lernt Strategien und Methoden kennen, die dabei unterstützen. Auch scheint die Bezeichnung ‘Burnout’ heutzutage schon fast inflationär und will besser verstanden werden. Im Wesentlichen gibt es drei Faktoren, deren Abwesenheit mit großer Wahrscheinlichkeit den Beginn eines Burnout begünstigen.

  1. erhöhte Arbeitsdichte
  2. wenig Einflußnahme
  3. geringe Wertschätzung

Daher ist es für Arbeitgeber unerlässlich hinzuschauen, wo sie, als Unternehmen, Mitarbeiter krank machen bzw. Strömungen in diese Richtung unbewusst begünstigen. Und dies nicht aus dem Grund, weil sich alle in Sozialunternehmer wandeln sollten, sonder schlichtweg aus finanziellen Aspekten. Die steigenden Kosten aufgrund hoher Fehltage, geringer Motivation, Überlastung der übrigen Kollegen, die den Workload übernehmen, geringe Loyalität und Kreativität, sind enorm. In Deutschland entsteht der Volkswirtschaft dadurch ein Schaden von 8,3 Milliarden EUR. (Quelle: Wirtschaftswoche)

 

“If you always do what you’ve always done, you’ll always get what you’ve always got.” Henry Ford

 

Für alle Fans des ‘Höher, Schneller, Weiter’: wäre das nicht ein Versuch wert? Wir sprechen von einem Investment, was sich richtig bezahlt macht. SAP beziffert ihn sogar auf 200%igen ROI.

Falls Sie dennoch weiterhin auf der Suche nach mehr Beweisen in Form von wissenschaftlichen Studien zu dem Thema sein sollten. Dann googeln Sie doch einfach mal Prof. Dr. Tania Singer, ehem. Leiterin der Abteilung Kognitions- und Neurowissenschaften des Max-Planck-Institutes.

 

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Oder schreiben Sie uns! Wir freuen uns auf Ihre Fragen und unterbreiten gerne ein Angebot für ein geeignetes Stresspräventions-, Burnoutpräventions- oder Mindfulness in Business-Programm im Privatcoaching oder als Firmenangebot.

 

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Der Ruf nach mehr Empathie im Management

 

Wenn neben dem Mangel an Fachkräften, auch Arbeiten auf Augenhöhe und in Netzwerken wichtiger wird, als in klassischen Befehlsketten und Mitarbeiter zunehmend die Einhaltung von Werteversprechen einfordern, weil hohe Fachkompetenz und ein gutes Gehalt nicht mehr als Differenzierungsmerkmale ausreichen, dann wird nicht selten der Ruf nach mehr Empathie im Management laut.

Als Empathie (gr. emphátheia = Leidenschaft) bezeichnet man die Fähigkeit, sich in andere hineindenken und -fühlen zu können. Also, eine Form von Mitgefühl und Identifikation mit dem Gegenüber, jedoch ohne Mitleid. Empathie bedeutet wertfrei erkennen zu können, was in dem anderen vorgeht. Dies setzt jedoch grundsätzlich eines unabdingbar voraus: Selbstempathie. Wer seine Gefühle nicht mehr wahrnehmen oder benennen kann, wird nicht in der Lage sein, Empathie für andere zu empfinden.

Und genau damit beginnt die Herausforderung. Das – wohlgemerkt von uns Menschen selbst definierte – Ziel unseres Wirtschaftssystems ist noch immer ‘Höher, Schneller, Weiter’. Mehr als der andere zu haben. Sich selbst zu bevorteilen. Eigenschaften wie analytisches Denken, klarer Verstand, strategisches Handeln und taktisch & politisch kluges Agieren und der alles überlagernde Wunsch besser, größer und stärker zu sein, wurden bis zur Perfektion über Jahrzehnte trainiert, um diese Ziele zu erreichen. Die Definition von beruflichem Erfolg basiert – noch heute zu weiten Teilen – ausschließlich auf dem Maximierungsgedanken. Mehr Geld, mehr Macht, mehr Kunden, mehr Kalkül, mehr Einsatz, mehr Verantwortung = mehr Erfüllung, mehr Glück, mehr Zufriedenheit, mehr Lebensfreude? Wie soll es für jemanden, der sein Leben auf diesem Wertesystem aufgebaut hat, darin lebt und dieses ungefragt bedient, möglich sein, Empathie zu empfinden? Die Härte des Maximierungssystems macht Menschen ebenso härter, bietet hervorragenden Nährboden für Sarkasmus, Zynismus, Narzissmus, Egoismus. Herzenskälte. Es ist wie ein Muskeltraining, wer nur eine Seite seines Körpers trainiert, wird auch nur auf dieser Seite definierte Muskeln haben. Die andere Seite verkümmert.

Und nein, ich muss enttäuschen, die gefühlte Liebe zu der eigenen Familie und den Kindern, kann das weder ausgleichen, noch spielt es hierbei eine Rolle.

 

Empathie ist also Trainingssache.

 

Der Unterschied zwischen funktionaler Empathie und authentischer Empathie

 

Die nächste Hürde besteht jetzt darin, dass Empathie nicht einfach angewendet werden kann, wie eine höfliche Floskel. Sie verfehlt ihre Wirkung, wenn sie strategisch oder gar manipulativ eingesetzt wird. Wer das versucht, bedient sich der funktionalen Empathie. Doch diese hat keine nachhaltige Wirkung.

Authentische Empathie kann man nicht auswendig lernen, man muss sie fühlen lernen. Und dies beginnt mit dem Fühlen von sich selbst. Wenn man nicht achtsam mit sich umgeht, seine Grenzen, seien sie mental oder körperlich immer wieder überschreitet, sein eigenes Bauchgefühl übergeht, nicht seinen Überzeugungen entsprechend handelt, sondern eher funktioniert oder gar opportun agiert, verliert den Bezug zu sich selbst. Wie oft versinkst Du im www., verbringst Stunden in SoMed, vor dem TV oder mit unendlich vielen anderen Aktivitäten, nur um nicht in der Ruhe mit Dir selbst konfrontiert zu werden? Und es ist kein Phänomen, dass das Streben nach ‘Mehr’ häufig paradoxerweise innere Leere zur Folge hat.

Selbstempathie kann man üben. Es beginnt ganz simple damit, bewusst Zeit mit sich selbst zu verbringen. So einfach, wie es sich anhört, so konsequent sollte es praktiziert werden.Zum Beispiel mit den Monatsmeditationen.

Es ist nicht neu: ein motivierter Mitarbeiter, der sich verstanden und wertgeschätzt fühlt, wird wesentlich leistungsbereiter sein, als jemand, der nur die Anordnungen seines Vorgesetzten ausführt. Das rasant steigende Angebot an hochprofessionellen Mindfulness-Programmen kommt nicht von ungefähr. Menschen streben zunehmend nach Inhalten. Und ich freue mich sehr über die nachfolgenden Generationen, die ihre Erwartungen an Arbeitgeber, hinsichtlich Zeiteinsatz, Unternehmensverantwortung und Werten sehr klar formulieren: Profit machen zum Wohle von Mitarbeitern, Kunden und der Umwelt, nicht ausschließlich zum Wohle von ein paar wenigen Kapitaleigentümern.

Wenn Du mehr über unsere Ausbildung ‘Mindful in Business & Life’ erfahren möchtest, sende mir einfach eine Nachricht.

Wenn Dir mein Artikel gefallen hat, freue ich mich über ein Like oder das Teilen meines Beitrages.

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Mindfulness

IN BUSINESS & LIFE

 

Und warum ich ihnen das Potenzial unterstelle ‘THE NEXT BIG THING’ zu werden.

 

Zunehmend fallen selbst in klassischen Wirtschaftsmedien Schlagworte wie ‘Resilienz, Achtsamkeit, Meditation’. Presseartikel über all diese Themen und dazugehörige Ausbildungsmöglichkeiten werden vielfältiger und man kann von Führungskräften mit Titeln, wie ‘Director Global Mindfulness Practice’ lesen. Ist das nur Zufall, eine Schnapsidee oder der Beginn eines wirklich großen Trends?

All diese Begriffe, haben eines gemeinsam, zum einen sind sie Methoden, die man erlernen kann, um in den Genuss des aktuellen Moments zu kommen und bewusst darin zu verweilen, und zum anderen – und das beginnt sich erst mit etwas Praxis zu entwickeln – lehren sie uns die Möglichkeit, einen Moment, der folgt, nachdem uns eine Aktion erreicht hat, so lange wie möglich werden zu lassen. Dies, mit dem Ziel, unsere Reaktion auf die Aktion, bewusst und achtsam werden zu lassen.

Einfacher ausgedrückt, bedeutet das, wir entfernen uns von dem Reflex unseres Reptiliengehirns, unserer umgangssprachlichen kurzen Zündschnur und damit verbundenen emotionalen Übersprungsreaktionen und kommen in überlegtes Handeln. Ein überlegtes und bewusstes Handeln, was uns und unserem Gegenüber dient und im Fall von Konfliktsituationen keine ‘verbrannte Erde’ hinterlässt, sondern zielführend ist.

 

Was heißt das jetzt in der Praxis?

Wie oft geht es einem so, dass man Anfragen, die einen erreichen, gerecht wird, ohne den Moment wahrzunehmen, in dem man bewusst entscheidet, ob man eigentlich gerade ganz andere Pläne hatte? Wie oft springt man in die digitale Welt und schenkt Facebook, LinkedIn, Instagram und Co. Unmengen an Raum und Aufmerksamkeit, obwohl man doch eigentlich Zeit im Garten, mit einem guten Buch, der Familie, Freunden oder beim Sport verbringen wollte. Zwischen diesen Verlockungen oder konkreten Anfragen liegt der entscheidende Moment, von dem ich spreche.

Und es gibt noch einen weiteren Aspekt. Achtsames Bewusstsein erlaubt es einem, seine Bedürfnisse und Gefühle wahrzunehmen. Die steigenden Anforderungen des zunehmend komplexen Berufslebens, welches durch immer mehr Digitalisierung und Zeitdruck geprägt ist, drängen einen oftmals in passive Reaktionsmuster. Dies birgt die Gefahr, dass man ihnen blind entspricht, um zu bestehen. Leider lässt man mitunter jedoch die Bedürfnisse seines Körpers, seiner Persönlichkeit und vielleicht auch seiner Seele, dabei außer Acht. Man spürt ihn einfach nicht mehr und verliert den Bezug dazu. Bis zu dem Punkt, an dem, meist der Körper, unüberhörbare und immer klarere Warnsignale abgibt.

Die Tatsache, das wir als Spezies Mensch in Konkurrenz zu Computern und Robotern treten, im Gegensatz zu ihnen quar unserer Physis und Gedankenleistung aber limitiert sind, kann dazu führend, dass man sich zunehmend überfordert fühlt.

Ich bin davon überzeugt, dass in unserer Gesellschaft zukünftig nachhaltiger Erfolg für Körper und Geist nur möglich ist, wenn man sich bewusst selbst führt. Wenn man sich darüber klar wird, wie man eigenen Stress bewältigen kann, wie man entsprechend kommuniziert und somit sein eigenes Handeln reflektiert.

 

Die Techniken hinter den Begriffen

Wie so oft, geht es also darum, etwas Neues in den Alltag als Routine zu integrieren, sich eine neue Gewohnheit anzueignen. Um etwas Neues zu lernen, muss man es zuerst verstehen. Und im Anschluß, das ist das Entscheidende, ein Zeitfenster dafür planen und es regelmäßig praktizieren, das bedeutet üben. Hierbei zählt: eine Minute ist mehr als keine Minute. Meditation, MBSR, Qi Gong, Autogenes Training, Tai Chi, Zen-Meditation und die Schulung der eigenen emotionalen Intelligenz sind hierbei nur ein Auszug bewährter Methoden.

Für alle skeptischen Verstandesmenschen gibt es mittlerweile auch belegbare Studien über die positive Wirkung der genannten Methoden.

Wer besser verstehen mag, wie man Meditation praktiziert und was beim Meditieren physisch und medizinisch im Körper passiert, der kann gerne in meinem Blog weiterlesen.

Viel Spass dabei.

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